DOs und DON´Ts beim (live) Zeichnen!

Wenn bei VerVieVas ein Workshop oder ein Event ansteht, bei dem wir den Teilnehmern Einblick in die Welt der Sketchnotes geben oder wir ein Graphic Recording machen, dann gibt’s immer ein paar Herausforderungen. Welche Do’s und Don’ts man beachten sollte, damit alles reibungslos abläuft und nichts schiefgeht, haben wir Ihnen hier gesammelt.

DO’s – Damit auch alles rund läuft

Das A&O lautet Vorbereitung. Wer gut vorbereitet ist, geht entspannter ans Werk und das Zeichnen geht einem leicht von der Hand. Dazu gehört es sich vorab mal zu informieren, um welchen Kunden es sich handelt, welches Thema im Mittelpunkt steht, um sich dann einlesen zu können. Hilfreich ist es auch immer vor einem Workshop oder einem Graphic Recording Vokabeln zu büffeln – also wie man bestimmte Dinge am besten aufs Blatt bekommt. Außerdem hilft ein Einkritzel-Warm-Up dabei, die Angst vorm leeren Blatt Papier zu verlieren und man fühlt sich viel sicherer.

Wenn man live vor Publikum – egal ob am Flipchart, am Papier oder – digital übertragen – auf einer riesigen Leinwand zeichnet: Bei Live-Auftritten gibt es auch mal Pannen oder man macht Fehler – davor muss man sich nicht fürchten. Denn auch die Teilnehmer oder Zuschauer erwarten keine 100%ige Perfektion.

Analog vs. Digital – was eignet sich am Besten? Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Auf der einen Seite ist analog unverfälscht, man sieht wirklich genau, wer etwas wie auf ein Blatt Papier bringt – das erzeugt Authentizität. Wenn man sich vermalt muss man eben direkt reagieren und den Fehler ausbessern oder durchstreichen.

Digital hat den Vorteil, sich eher entspannen zu können, weil man weiß, dass Fehler rückgängig gemacht werden können.

Egal ob analog oder digital – die Devise lautet: Nicht stressen lassen! Zuerst zuhören, dann rausfiltern, was wirklich essenziell ist, um danach die Kernaussagen aufs Blatt zu bringen. Wichtig ist, zu verstehen und Schlüsselwörter zu erfassen, und nicht jedes einzelne Wort zu zeichnen.

Sich selbst einfach mal nicht zu ernst nehmen. Die Stimmung auflockern kann man einerseits durch sein Auftreten, andererseits kann man durch das Mitzeichnen von kleinen Pannen oder Witzen das Publikum oder die Teilnehmer zum Schmunzeln bringen. Was immer gut ankommt, ist den gezeichneten Gegenständen ein bisschen Leben einzuhauchen und zu emotionalisieren – dazu eignen sich Vibies perfekt! Denn mit Vibies kann man sich identifizieren und Geschichten auf eine besondere Art und Weise erzählen!

DON’Ts – Man lernt nie aus!

Man will’s bunt und knallig und auffällig – aber bitte nicht übertreiben. Zu viele Farben auf der Leinwand machen das Bild unruhig und man verliert den Überblick. Deshalb ein Tipp: maximal zwei bis 3 Farben verwenden.

Wer zeichnen will, muss auch schön schreiben können – weil oft auch Informationen als Worte vermittelt werden. Da ist es super, wenn man keine “Ärzte-Handschrift” hat, also eine krakelige, schwierig lesbare Schrift.

Krakelig ist auch beim Zeichnen ein Don’t: Einliniges malen macht es dem Auge leichter, Dinge zu erfassen. Wenn man zum Schraffieren oder Stricheln anfängt, verliert man sich viel leichter. Außerdem darf Handgezeichnetes gerne ein bisschen schief sein – wo wir wieder bei der Perfektion wären.

Zusammengefasst: Nicht in Details verlieren!

Und zu guter Letzt: Vertraue nie blind der Technik! Bevor man startet, immer alles ausprobieren und sich absichern, dass einem der Fortschritt und die Technik kein Schnippchen schlagen. Und für den Fall, dass das Tablet einmal streikt, immer Stift und Papier als Back-Up dabei haben!

Denn – auch wenn die Methode im Vergleich zum fancy digitalen Device “old school” wirken mag: Stift und Papier funktionieren IMMER!

 

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