VerVieVas Insights: Unsere Profis über den Sprecherberuf

Wer Erklärvideos produziert, braucht nicht nur Spezialisten in der Illustration und Animation. Man braucht auch Profis, die wissen, mit welcher Stimme der Inhalt unserer Videos perfekt beim Zuseher ankommt. Diesen Part übernehmen sehr oft unsere Partner aus dem macjingle Tonstudio im 7. Gemeindebezirk in Wien: Ilse und Christian Brunner. Die beiden haben uns ein wenig Einblick in das Leben von Profi-Sprechern und Tonstudio-Betreibern gegeben und uns bei einem Kaffee die besten Tipps & Tricks für die Sprecherauswahl verraten.

Auf Umwegen zum Traumberuf

Mal ganz zu Beginn – wie wurden die beiden denn eigentlich Sprecher und Inhaber des macjingle Tonstudios?

Ilse Brunners Weg dorthin war mehr Zufall als Planung. Als BWL-Studentin arbeitete sie nebenbei als Reiseleiterin in Kärnten. Nach einer Bustour wurde sie von einer Mitarbeiterin eines Radiosenders angesprochen und bekam kurzerhand einen Job als Moderatorin angeboten! Dort lernte sie übrigens auch Ihren späteren Ehemann Christian kennen! Beide teilen seit den frühen 90ern ihre Leidenschaft für Radio und sind diesem Medium immer noch stark verbunden.

Schon während seiner Zeit als Radiomoderator gründete Christian 1995 sein macjingle Tonstudio, das er seit damals kontinuierlich ausgebaut hat. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist auf Radioproduktion und Sprachaufnahmen (Voice-over) spezialisiert. Ilse und Christian stehen selbst noch täglich vor dem Mikrofon und sogar ihre beiden Kinder sind schon begeisterte und erfahrene Sprecher. Das ist nicht weiter verwunderlich, sind sie doch quasi mit dem Mikro in der einen und der Rassel in der anderen Hand aufgewachsen.

Die 5 wichtigsten Learnings

In ihrer Karriere als erfolgreiche Tonstudio-Betreiber gibts so einiges zu sehen und vor allem zu hören. Hier kommen die 5 wichtigstens Learnings von Ilse und Christian:

  1. Sprechen ist nicht gleich Sprechen – soll heißen: wenn jemand in Alltagssituationen gekonnt mit Worten umgehen kann und eine angenehme Sprechstimme hat, bedeutet das nicht, dass jemand vor einem Mikrofon perfekt abliefern kann. Eine fundierte Sprecherausbildung ist das Non Plus Ultra!
  2. Native-Speaker sind – wenn Fremdsprachen gewünscht sind – immer die bessere Wahl, als ein deutschsprachiger Sprecher, der sein Schulenglisch auspackt! Egal, ob es sich um einen Native aus England, Amerika, Russland handelt. Das Zielpublikum im Markt hört, wenn der Sprecher der Sprache nicht zu 100% mächtig ist. Greifen Sie daher im Fall des Falles auf professionelle Native-Speaker zurück.
  3. Gleiches gilt auch für deutsche Stimmen. Österreichisches Deutsch und Bundes-Deutsch sind nicht dasselbe. Wählen Sie die passende Stimme aus dem Markt, den Sie mit Ihrem Video ansprechen wollen.
  4. Immer sich selbst treu bleiben – seine Stimme zu verstellen wirkt nicht authentisch! Auch Dialekte nachzuahmen, kann mitunter leicht peinlich werden.
  5. Stimmen und Techniken entwickeln sich ständig weiter. Sollten daher Jahre nach einer Aufnahme Änderungen in einem bestehenden Video nötig sein, kann es mitunter passieren, dass der ganze Text noch einmal gesprochen werden muss, auch wenn sich nur 2 Sätze geändert haben.
Wie die Arbeit mit Stimme & Sprache prägt

Eines haben beide Sprecher einstimmig bestätigt. Stimmen sind immer eine persönliche Geschmackssache. Vor allem Männer und Frauen nehmen ein und dieselbe Stimmen völlig unterschiedlich wahr. So kann es vorkommen, dass für Ilse eine Stimme für ein Projekt perfekt scheint und Christian nicht zu 100% begeistert ist. Daher bietet macjingle seinen Kunden immer eine große Auswahl an verschiedenen Stimmen an, um jedem Geschmack gerecht zu werden.

Aber das Skurrilste ist und bleibt: Auch nach so vielen Jahren Mikrofonerfahrung fällt es den beiden Profisprechern noch immer schwer, sich selbst sprechen zu hören.

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Sowohl das VerVieVas-Team, als auch das Team von macjingle beraten Sie gerne!

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